Mittwoch, 15. Dezember 2010

Kathmandu - endlich!

Wir kamen mit dem Expressbus von Karkabitta (Indische Grenze) nach Kathmandu. Versprochen wurden uns ca. 12 Stunden Fahrzeit mit insgesamt 3 Stopps. Naiv wie wir sind, schenkten wir der Frage, wieso wir denn kein Flugzeug nehmen, kaum Beachtung. Gebraucht haben wir dann 17 Stunden und die Anzahl der ausgemachten Stopps hatten wir nach 20 km, selbst bei nachsichtiger Berechnung, bereits deutlich ueberschritten. Untermalt wurde die Fahrt von ohrenbeteubender Discomusik (indischer), die aus einem Lautsprecher kam, der vermutlich vollstaendig aus Blech gebaut war. Unsere Sitznachbarin vertrieb sich die Zeit durch regelmaessiges Spucken aus dem Fenster. Ein knapper Liter Spucke ging allerdings nicht den zugedachten Weg, sondern sammelte sich auf Sandras Rucksack. Ihr zweiter Rucksack wurde vom Buspersonal zerrissen, aber was solls, wir sind in Kathmandu und es ist grossartig.

Seit 3 Tagen arbeiten wir in der Gassenkueche und heute wurde das erste mal gekocht. 50 kg Reis in Toepfen so gross, dass man darin bequem ein Vollbad nehmen koennte. Ebenso Unmengen von Gemuese und Linsen. Der Besuch war noch etwas spaerlich und so gibt es Morgen vor allem Aufgewaermtes. Margrit, die Chefin, rechnet aber demnaechst schon mit mehr Besuch, und Shiva, der Chefkoch, wird wieder einige Saecke Gemuese zum Schneiden verteilen. Die zwei Tage davor haben wir eine Dachrinne improvisiert, aus Ziegeln, die wir vom Nachbarn klauten, eine Feuerstelle gebaut, einen Tisch gezimmert, Feurholz gesaegt und vor allem Abgewaschen.

1 Kommentar:

  1. Hi ihr 2 Inder. Super Bericht von euch. Wir haben uns gerade auf der Couch zerkugelt. Die Spuckaktion finden wir so lustig. Wir freuen uns schon auf Samstag. Pizzaabend mit Gerd und 60er Feier. Schreibt bald wieder was lustiges. Verschneite Grüße aus dem Ländle. Andrea u Wolfi

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