Montag, 6. Dezember 2010

Die Kuh im Ganges

In den Ghats glimmen noch die Scheiterhaufen vom Vortag. Zahlreiche Hindus stehen bis zu den Knien im Ganges und betreiben ihre rituellen Waschungen. Andere sitzen auf den Stufen zum Fluss und meditieren. Kinder verkaufen schwimmende Kerzen und Karma fuer 20 Rupien. An unserem Boot treibt eine tote Kuh vorbei, wenig spaeter ein Paket, das durchaus den Brustkorb eines Mannes oder die Huefte einer Frau enthalten koennte. Beides wird nach der Verbrennung dem Fluss uebergeben.


Varanasi ist fuer Hindus die heiligste aller Staedte. Pilger aus ganz Indien reinigen sich beim morgendlichen Bad von ihren Suenden oder versuchen mittels Verbrennung den Kreislauf der ewigen Wiedergeburt zu durchbrechen.


Wenige Meter weiter wird die Waesche im Fluss gewaschen und zum Trocknen aufgelegt. Dazwischen bereitet ein Mann mit Turban den Teig fuer seine Chapatis mit heiligem Wasser aus dem Ganges zu.


Wir waren nur zwei Tage in Varanasi, aber die ganz spezielle Stimmung dieses Ortes hat uns sehr beeindruckt. Echte Spiritualitaet und Religiositaet fanden sich an den Ufern des Ganges genauso wie skrupelloser Ablasshandel und billige Geschaeftemacherei.

In Varanasi lernten wir Julia (aus Bregenz) und Florian kennen. Falls Ihr das lest, wir hoffen, ihr hattet noch eine schoene Hochzeitsreise.


1 Kommentar:

  1. Hallo Sanda und Mike,

    als wir in Varanasi waren, war die Kuh noch am Leben und hat in einem Kleidergeschäft gewohnt. Foto zeigen wir Euch nach Eurer Rückkehr. Wahrscheinlich war es eine andere Kuh - gibt ja genug davon.
    Die Ghats am morgen sind eine Welt für sich, schön dass Ihr ein Boot genommen habt; leider sind viele Touristen unterwegs.
    Die Kamele in Jaiselmeer sind sehr photogen. Die Spiegeldecken nützen absolut nichts - wir haben eine.
    Freuen uns schon, von Nepal zu hören.
    In ca. 2 Wochen sind wir alle nach Obernberg unterwegs.
    Liebe Grüße
    Werner

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