Mittwoch, 22. Dezember 2010

Schoene Weihnachten und einen Guten Rutsch...

...wuenschen wir allen fleissigen Bloglesern!







Die Bilder stammen alle von der Stupa in Boudhanath, 5 Minuten von unserem Guesthouse entfernt und wirklich ein sehr schoener und spiritueller Ort.

Freitag, 17. Dezember 2010

WIr lieben Momo Man

Vor einigen Tagen waren wir in Patan. Das ist die zweitgroesste Stadt des Kathmandu Valley und nur durch einen Fluss von Kathmandu getrennt. Wir haben uns den Durbar Square (den Platz des Koenigshofes) angeschaut, der in Patan noch schoener ist als in Kathmandu. Aber auch hier haben uns die Menschen wieder mal noch besser gefallen als die Bauwerke.





Danach haben wir einen Einkehrschwung im Bakery Cafe gemacht. Das ist eine Kette, die gehoerlosen Nepalesen/Nepalesinnen Arbeit bietet. Uns hat es dort aus mehreren Gruenden sehr gut gefallen. Erstens sind Gebaerdensprachen einfach immer wahnsinnig schoen anzusehen. Zweitens war das Personal dort ziemlich sympathisch und witzig. Drittens gibt es dort ausgezeichnete Burger!



Und viertens ist das Firmenlogo der sogenannte MOMO MAN. Sein Kopf schaut aus wie eine Momo und seit Dharamsala lieben wir Momos sehr.



Am Nachhauseweg sind wir noch ueber und in ein paar Fair Trade Shops gestolpert. In einem Geschaeft fand eine Weihnachtsfeier statt, zu der wir auch eingeladen wurden. Es gab guten Tee, scharfes Curry und eine unglaublich grauslige Suessspeise.... aber man will ja niemanden beleidigen. Beim Ausgang hat man uns noch zwei haessliche Stoffelche geschenkt. Die verbreiten nun Weihnachtsstimmung in unserem Zimmer.

Erste Fotos aus der Kueche





Mittwoch, 15. Dezember 2010

Kathmandu - endlich!

Wir kamen mit dem Expressbus von Karkabitta (Indische Grenze) nach Kathmandu. Versprochen wurden uns ca. 12 Stunden Fahrzeit mit insgesamt 3 Stopps. Naiv wie wir sind, schenkten wir der Frage, wieso wir denn kein Flugzeug nehmen, kaum Beachtung. Gebraucht haben wir dann 17 Stunden und die Anzahl der ausgemachten Stopps hatten wir nach 20 km, selbst bei nachsichtiger Berechnung, bereits deutlich ueberschritten. Untermalt wurde die Fahrt von ohrenbeteubender Discomusik (indischer), die aus einem Lautsprecher kam, der vermutlich vollstaendig aus Blech gebaut war. Unsere Sitznachbarin vertrieb sich die Zeit durch regelmaessiges Spucken aus dem Fenster. Ein knapper Liter Spucke ging allerdings nicht den zugedachten Weg, sondern sammelte sich auf Sandras Rucksack. Ihr zweiter Rucksack wurde vom Buspersonal zerrissen, aber was solls, wir sind in Kathmandu und es ist grossartig.

Seit 3 Tagen arbeiten wir in der Gassenkueche und heute wurde das erste mal gekocht. 50 kg Reis in Toepfen so gross, dass man darin bequem ein Vollbad nehmen koennte. Ebenso Unmengen von Gemuese und Linsen. Der Besuch war noch etwas spaerlich und so gibt es Morgen vor allem Aufgewaermtes. Margrit, die Chefin, rechnet aber demnaechst schon mit mehr Besuch, und Shiva, der Chefkoch, wird wieder einige Saecke Gemuese zum Schneiden verteilen. Die zwei Tage davor haben wir eine Dachrinne improvisiert, aus Ziegeln, die wir vom Nachbarn klauten, eine Feuerstelle gebaut, einen Tisch gezimmert, Feurholz gesaegt und vor allem Abgewaschen.

Montag, 6. Dezember 2010

Darjeeling unlimited

Morgen verlassen wir Indien. Die letzten fuenf Tage verbrachten wir mit Lesen in der Unterkunft.


Gemeinsames Bewundern des Sonnenaufgangs.


Anschauen des dritthoechsten Bergs der Welt (Kanchenjunga, 8586 Meter)


In der "Happy Valley" Tee Plantage mit ein paar Englaendern marvellous tea schluerfen. Wir tranken Super Fine Tippy Golden Flowery Orange Picko 1, der ausschliesslich bei Harrods fuer 22 Pfund/100g verkauft wird. 


Letzter Sonnenuntergang in Indien. Nepal wir kommen!




Die Kuh im Ganges

In den Ghats glimmen noch die Scheiterhaufen vom Vortag. Zahlreiche Hindus stehen bis zu den Knien im Ganges und betreiben ihre rituellen Waschungen. Andere sitzen auf den Stufen zum Fluss und meditieren. Kinder verkaufen schwimmende Kerzen und Karma fuer 20 Rupien. An unserem Boot treibt eine tote Kuh vorbei, wenig spaeter ein Paket, das durchaus den Brustkorb eines Mannes oder die Huefte einer Frau enthalten koennte. Beides wird nach der Verbrennung dem Fluss uebergeben.


Varanasi ist fuer Hindus die heiligste aller Staedte. Pilger aus ganz Indien reinigen sich beim morgendlichen Bad von ihren Suenden oder versuchen mittels Verbrennung den Kreislauf der ewigen Wiedergeburt zu durchbrechen.


Wenige Meter weiter wird die Waesche im Fluss gewaschen und zum Trocknen aufgelegt. Dazwischen bereitet ein Mann mit Turban den Teig fuer seine Chapatis mit heiligem Wasser aus dem Ganges zu.


Wir waren nur zwei Tage in Varanasi, aber die ganz spezielle Stimmung dieses Ortes hat uns sehr beeindruckt. Echte Spiritualitaet und Religiositaet fanden sich an den Ufern des Ganges genauso wie skrupelloser Ablasshandel und billige Geschaeftemacherei.

In Varanasi lernten wir Julia (aus Bregenz) und Florian kennen. Falls Ihr das lest, wir hoffen, ihr hattet noch eine schoene Hochzeitsreise.


Freitag, 3. Dezember 2010

Unterwegs mit Kamelen...

Die Busfahrt von Jaipur nach Jodhpur gestaltete sich weniger angenehm, d.h. wir hatten mal wieder eine Panne. Zufaellig war ein Inder mit rostigem Schraubenschluessel zur Stelle und ca. 1 Stunde spaeter ging die Fahrt weiter. Bei der naechsten Pause wurder der Motor sicherheitshalber einfach nicht mehr abgestellt.

In Jodhpur hats geregnet, aber da es dort nicht allzu viel zu besichtigen gibt, wir eine wahnsinnig nette Unterkunft und sowieso nur 2 Tag zur Verfuegung hatten, haben uns die paar Tropfen nicht wirklich gestoert. Gewohnt haben wir im Haveli Guest House. (Havelis sind Wohn- und Geschaeftshaeuser, die von reichen Geschaeftsleuten erbaut wurden. Mittlerweile wurden sie oft zu Hotels umgebaut.)




Weiter gings dann mit dem Zug nach Jaisalmer. Schon im Zug liessen wir uns von einem total netten und sympathischen Inder eine Unterkunft und eine 2taegige Kamelsafari in die Wueste Thar aufschwatzen. Das Hotel war ein Griff ins Klo, die Tour in die Wueste hingegen ein Gluecksgriff. Wir waren mit einem total netten und witzigen Paar (Helena aus Norwegen und Joe aus England) und 3 Kamelfuehrern unterwegs. Diese haben nicht nur die Kamele gefuehrt, sondern fuer uns auch fantastisches und ziemlich authentisches Essen gekocht, am Abend am Lagerfeuer gesungen und uns dann fuersorglich unter dicke Kameldecken gebettet. Wunderschoener Sternenhimmel und Sternschnuppen inklusive!






Jaisalmer ist bekannt fuer seine mit Spiegelchen verzierten Decken. Die gibts dort an jeder Ecke zu kaufen. Auch bequemes und buntes Gwand gibts guenstig.



Mittwoch, 1. Dezember 2010

to be honest...

Wir haben es geschafft, und Indien von Westen (Jaisalmer) nach Osten (Darjeeling) durchquert. In Zuegen, in denen wir nur ganz selten auf andere Touristen trafen. Es war eine grosse Herausforderung und alles andere als leicht - dementsprechend fertig sind wir gestern in Darjeeling angekommen. Hier bleiben wir jetzt eine Woche und geniessen es, bis wir nach Nepal weiterreisen. Ausserdem haben wir Zeit, etwas in unseren Blog zu schreiben. Der hinkt ja gewaltig hinterher, also los gehts:

Sowohl in Agra als auch in Jaipur hatten wir das unverschaemte Glueck, den ehrlichsten Tuk-Tuk Fahrer der jeweiligen Stadt zu treffen. Bei der gefuehlten Auswahl von zehntausend Rikschas, die wie ein Bienenschwarm um jeden Touristen kreisen, ein wirklich grosses Geschenk des Schicksals. Wahrscheinlich war unser Vorrat an gutem Karma schon zu hoch. In unserem Reisefuehrer kamen die Rikschapiloten nicht so gut weg. Fuer den Autor rangierten sie etwa auf Hoehe der  Reinkarnationsstufe  eines Darmbakteriums. Fuer uns unverstaendlich. Ungefragt zeigte man uns Sehenswuerdigkeiten, oder was man in Indien dafuer haelt, empfahl uns Erfrischungsstaende, wollte uns mit den ehrlichsten und guenstigsten Stoff- und Schmuckhaendlern bekannt machen, und das alles fuer ganz wenig Geld. Wir haben noch nie so oft in so kurzer Zeit "Nein" gesagt und sind auch noch nie so oft in so kurzer Zeit falsch verstanden worden.

Apropos falsch verstanden:  Mike entging einmal eine Dessert, weil er die Frage, ob er noch ein "sweet dish" wolle, mit "No I'm not from Sweden" beantwortete. Sandra wuerde immer noch raetseln wie ein "artcake" schmeckt, haette unser Guide nicht pantomimisch die Ruettelbewegungen eines "Earthquakes" dargestellt, das er eigentlich meinte.

Im Bus zwischen Agra und Jaipur lernten wir Hani kennen, der Anfangs recht schuechtern war, sich aber im Laufe der Fahrt an uns gewoehnte und schliesslich ueber die bloedesten Witze und aeltesten Schmaehs von uns lachte. Umgekehrt war es nicht anders. Ein Erlebnis, das bei weitem intensiver und schoener war, als die Besichtigung des Taj Mahals.